Perfekte Reisezeit für den Oman ist der europäische Winter. In dieser Jahreszeit sind wohlige 26 Grad Celsius in Luft und Wasser. Was einige Interessierte nicht wissen, Oman ist ein ausgesprochen sicheres Reiseziel, da es hier wenig Kriminalität gibt. Um das
Sultanat so intensiv wie möglich zu erfahren, haben wir uns für eine 9-tägige Oman-Reise entschieden. Wir waren 4 Reisende aus Deutschland und ein Guide, so dass wir in den meisten Situationen den Verlauf der Rundreise maßgeschneidert anpassen konnten.
Eines sei noch vornweg angemerkt: Oman ist zwar ein Land, dass sich mehr und mehr der Welt öffnet, dennoch dennoch ist es für die meisten Menschen ein Geheimnis. Es ist bestimmt kein Land der Superlative, sondern mehr ein Land der Düfte, Farben und Kontraste. Außerdem ist es ein Land mit großartigen Landschaften. Das alles macht es so sympathisch.
2. Tag – Stadtrundfahrt Muscat
Der 1. Tag in der Hauptstadt führte uns gleich zur Sultan-Qaboos-Moschee, ein beeindruckendes Werk islamischer Baukunst.
Als nächstes sind wir ins Naturkundemuseum gefahren. Eigentlich schaue ich mir die Natur möglichst direkt in der Landschaft an. Aber um einen Übersicht über die Flora und Fauna der Gegend zu erhalten, war das kleine Museum der perfekte Einstieg.
Nach einer Fahrt durch das Botschafts- und Regierungsviertel besuchten wir das Al Bustan Palace, ein Hotel das ich bisher nur aus dem Fernseher kannte.
Auf dem ursprünglichen Souk hatten wir Zeit zu einem ausführlichen Einkaufsbummel. Neben omanischen Waren wie Weihrauch und Myrre gibt es auch Schmuck aus Silber und Gold. Bei den Töpferwaren konnte ich kaum wiederstehen. Unser Reiseleiter Adel, ein Omani der perfekt deutsch kann, zeigte uns die vielen Gewürze und auch die Verhandlungstaktiken der Händler. Sogar ich versuchte mich erfolgreich beim Feilschen.
Tag 3 – Wadis
Das Panorama in den Bergen ist großartig. Unsere Straße schlängelt sich durch nackte, trockene Felsen. Beim Bait Al Afreet, dem “Haus des Dämons” hatten wir eine längere Pause. Auf der Küstenstraße passieren wir das Wadi Shab. Es ist eines der schönsten und grünsten Wadis des Sultanats. Wir sind in das Wadi mit den vielen kleinen Gärten hineingelaufen.
Am frühen Nachmittag ging es nach Sur. In dieser alten Stadt der Seefahrer sahen wir viele der traditionellen Holzdhaus und Adel erklärte uns detailliert die Herstellung.
Wir passierten noch diverse Wadis, besuchen die Ruinen der Stadt Qalhat und erreichen am frühen Abend das Turtle Beach Ressort. Obwohl wir außerhalb der klassischen Legezeit (August) im Oman waren, sahen wir zwei von den Grünen Schildkröten am Strand.
Tag 4 – Wadi Bani Khalid
Das Wadi Bani Khalid ist ein langer Wasserkanal dessen Wasser in einem großen Becken gesammelt wird. Die steinige Landschaft wirkt mit dem breiten Fluss und den vielen Bäumen und Sträuchern am Rand des Wassers äußerst bizarr. Natürlich sind wir schwimmen gegangen.
Das nächste Attraktion der Tour war eine spektakuläre Fahrt durch die berühmte Wahiba-Wüste. Mit dem Allradwagen sind wir abenteuerlich über die großen Sanddünen gefahren.
Tag 5 – Delfine an Muscats Küste
Die Tour führte uns erneut zurück nach Muscat, wo wir einen Bootsausflug gemacht haben und unser kleines Schiffchen von Delfinen begleitet wurde. Am Nachmittag hatten wir ausreichend Gelegenheit die Stadt allein zu erkunden. Mich hat es nochmal auf den Markt zurückgezogen. Sagenhaft, was man dort alles entdecken kann. Auch am blitzsauberen Qurum Beach inmitten der Stadt haben wir noch eine Badepause eingelegt. Frauen sollten allerdings nur im Badeanzug baden.
Tag 6 – Hajar Berge
Dieser Tag führte uns westlich in das Hajar Gebirge. Dort gipfelt auf einem Bergmassiv die gewaltige Festung von Nakhal. Ein sehr imposantes Gebäude in dem zum Teil die alte Lebensweise noch angeschaut werden kann. Das Schöne auf unserer Oman-Reise war die Abwechslung zwischen Aktion und Erholung. Auch an diesem Tag gab es hin und wieder erholsame Momente, wie zum Beispiel der Aufenthalt in den warmen Quellen Ain Towarah.
Über die immer wieder ins Staunen versetzenden Berge fuhren wir in die Bergoase Ballad Seet, die seit Tausenden von Jahren Jahren von Menschen bewohnt wird. Weiter ging es über Al Hambra nach Nizwa.
7. Tag – Alte Hauptstadt Nizwa
Nizwa ist die alte Hauptstadt des Sultanats. Die Stadt überragend sieht man den Wehrturm des Forts des Sultans. Nachdem wir das Gebäude besichtigten, führte uns Adel zum Souk von Nizwa. Freitags ist dort immer Viehmarkt. Der Markt gibt einen wunderbaren Überblick über die regionale Kunst des Handwerks.
Nizwa ist etwas konservativer als Muscat und so wurde uns empfohlen, hier nur mit langen Röcken aus dem Hotel zu gehen.
Als nächstes fuhren wir mit dem Auto auf das Hochplateau des Jabal Shams – der höchsten Erhebung des Sultanats. Diese Aussicht sollte ein jeder auf seiner Reise durch das Sultanat mit einplanen. Schließlich heißt der Berg übersetzt Sonnenberg. Wir hatten einen grandiosen Blick auf den Grand Canyon des Omans und blickten direkt in den Sonnenuntergang.
Tag 8 – Auspendeln in Muscat
Nach 7 intensiven Tagen im Sultanat Oman genossen wir noch einmal die Sonne am Strand von Muscat.