Last Minute Reisen
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“Eine Reise ist wie ein Trunk aus der Quelle des Lebens.” Schon Friedrich Hebbel stellte dies fest und unterstrich mit seinem Ausspruch den hohen Stellenwert des Reisens.
Um in kurzer Zeit viele verschiedene Eindrücke von der gewählten Urlaubsregion gewinnen zu können, geht der Reisetrend zu Rundreisen. Besonders für das Jahr 2011 ist dies festzustellen. Unser Leben wird immer schneller und moderner. Dieser Aspekt fließt auch in unser Reiseverhalten ein. Wir wollen auch im Urlaub mehr sehen und erleben. Eine Rundreise ist daher sehr empfehlenswert.
Da die Preise für Rundreisen mittlerweile relativ niedrig sind und ich im Laufe der letzten Jahre von mehreren Bekannten viel Gutes über Rundreisen gehört habe, habe ich letzten Herbst angefangen, dass umfangreiche Angebot an Rundreisen zu durchsuchen. Besonders reizvoll fand ich eine Kreuzfahrtroute ab Genua, die in Etappen bis nach Jalta am Schwarzen Meer führt. Als ich dieses Angebot einem reisebegeisterten Freund gezeigt habe, hat er ebenfalls reges Interesse bekundet, so dass wir die Rundreise auf einer Kreuzfahrt schließlich zu zweit antraten.
Von Genua aus steuerten wir zunächst die sizilianische Hafenstadt Catania am Fuße des Ätna an und verbrachten einen schönen Nachmittag in der sehenswerten Altstadt. Der Dom und die Kathedrale der zweitgrößten Stadt Siziliens sind sehr eindrucksvoll. Nachdem wir wieder Anker gelichtet hatten legten wir als nächstes in einem der typischen Fischerdörfer, in Katakolon an, von wo aus wir einen Ausflug ins antike Olympia gemacht haben. Das nächste Highlight unserer Kreuzfahrt war Istanbul, wo wir uns unter anderem die Hagia Sophia und die Blaue Moschee angeschaut haben.
Ein besonderes Erlebnis war der Besuch des Basars und beim gemütlichen Bummeln im Stadtzentrum ist die Zeit regelrecht verflogen. Istanbul ist eine der bevölkerungsreichsten Städte in Europa und eine quirlige, abwechslungsreiche Metropole, die sich auch für einen längeren Aufenthalt lohnt. Die nächste Station unserer Kreuzfahrt war die bulgarische Hafenstadt Varna, in der wir die sehenswerte Muttergottes-Kathedrale besichtigt haben. Da wir beide zum ersten Mal in Bulgarien gewesen sind, war es ungemein interessant, die Gebäude und die Menschen in der drittgrößten Stadt des Landes zu sehen. Auch in der Ukraine sind wir zuvor noch nicht gewesen, so dass der Besuch der Hafenstädte Jalta und Odessa ebenfalls ein aufregendes Erlebnis war. Als nächstes haben wir in der Hafenstadt Konstanza zum ersten Mal den Fuß auf rumänischen Boden gesetzt. Unsere letzte Station war die wunderschöne griechische Vulkan-Insel Santorin, die südlichste der Kykladeninseln.
Nach meiner letzten Reise in eines der schönen Spanien Hotels, war dies eine wirklich willkommene Abwechslung. Die Rundreise hat uns beiden sehr gut gefallen. Auf den zahlreichen Landausflügen haben wir viel Neues kennen gelernt. Besonders interessant war es, die Küstenstädte am Schwarzen Meer zu besichtigen, da wir vorher noch nie in dieser schönen und sonnigen Gegend gewesen sind. Auch die Zeit an Deck war sehr erholsam. Mit einem leistungsstarken Schiff durch das Mittelmeer zu kreuzen ist ein tolles Erlebnis.
Auf einer Rundreise lernt man am besten Land und Leute kennen. Man kommt mit den Einheimischen in Kontakt, kann die Kultur fühlen und hautnah erleben. Und das weltweit. Es gibt kaum noch Reiseziele, an denen keine Rundreisen angeboten werden. Ob der afrikanische der asiatische Kontinent, Australien, Europa und Amerika. Rundreisen sind überall möglich. Waren vor ein paar Jahren die Rundreisen noch auf einige wenige Tage angelegt, können sie heute bis zu 3 Wochen dauern. Sie werden meist in kleinen Gruppen durchgeführt und verlaufen abseits der gängigen Touristenpfade. Trotz alledem werden auf Rundreisen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten besucht.
Bulgarien
Juni bis August ist die beste Reisezeit, wenn man plant, seinen Urlaub in Bulgarien zu verbringen. Das Europäische Land mit der Hauptstadt Sofia liegt in Osteuropa und gehört zu den sog. Balkanhalbinseln. In Westbulgarien ist das Klima ähnlich dem in Mitteleuropa, Herbst und Winter sind speziell an der Schwarzmeerküste sehr Mild. In den Bulgarischen Bergen findet man von November bis April durchaus auch Schnee, verschiedenen Wintersportarten nachzugehen.
Im Norden angrenzend ist Rumänien, im Osten das Schwarze Meer, im Westen Serbien und im Süden die Türkei und Griechenland. Auf einer Fläche von 110000 Quadratkilometer leben hier etwa 7,6 Millionen Menschen, deren Hauptsprache Bulgarisch ist. Allerdings kommt man speziell in den Touristengebieten auch mit Englisch, Deutsch, Französisch und Russisch weiter.
Großteile der Bulgarischen Bevölkerung sind christlich orthodox – dazu gibt es katholische, protestantische, moslemische und jüdische Minderheiten, die dieses gemäßigte kontinentale Klima in ihrem Heimatland genießen können. Touristischer Anziehungspunkt ist das Schwarze Meer. Das Temperaturgefälle zwischen Sommer und Winter ist hier Groß: währen man im Sommer mit etwa 29 Grad rechnen muss, sinken die Temperaturen im Winter bis hin zum Gefrierpunkt.
Seit 2007 gehört Bulgarien zur EU. Für den Handel gelten die innergemeinschaftlichen Bedingungen. Der Euro wird neben dem Lew bzw. den Stotinkit als Währung anerkannt. Ebenso die üblichen Kreditkarten. Spezielle Impfungen sind bei einer Reise nach Bulgarien nicht notwendig, es empfiehlt sich jedoch der Abschluss einer Reisekrankenversicherung.
Neben Sofia leben die Bulgaren hauptsächlich in Plovdiv, Varna, Burgas, Russe, Stara Zagora und Pleven. Die Büros des Landes sind zwischen den Kernzeiten 8.30 und 18 Uhr besetzt, die Geschäfte bis etwa 20 Uhr sowie Samstag von 8-15 Uhr geöffnet. Banken haben vorwiegend vormittags ihre Schalterstunden.
Während man im bulgarischen Sommer mit der auch in Mitteleuropa üblichen Bekleidung zu kommt, empfiehlt es sich, im Frühjahr und Herbst mit Wollsachen warm zu halten und im Winter warme Kleidung mit zu nehmen.